Das neue Cybergesetz ist da. Es verpflichtet Unternehmen zu NIS2-Schulungen für alle Mitarbeiter. Wir erklären, wie Sie die neuen Anforderungen für Ihr Unternehmen umsetzen können und Bußgelder vermeiden.
Die Cybersecurity‑Landschaft hat sich grundlegend verändert. Denn seit dem 6. Dezember 2025 ist das NIS2‑Umsetzungsgesetzes (NIS2UmsuCG) in Kraft. Ab 2026 gilt darum für rund 30.000 Unternehmen: NIS2-Schulungen für Mitarbeiter und Management sind Pflicht.
Für Unternehmen bedeutet das: Security Awareness ist nicht länger „nice to have“, sondern wird zu einem Business-Risiko und zu einem Compliance‑Thema, das direkt die Geschäftsführung betrifft. Eine Übergangsfrist gibt es nicht. Bei Pflichtverstößen können Behörden Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder zwei Prozent des Jahresumsatzes verhängen.
Warum eine NIS2 Schulung für Mitarbeiter unverzichtbar ist
Die EU‑Richtlinie NIS2 soll das Cyber-Schutzniveau in Europa erhöhen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Menschen – Ihren Mitarbeitenden. Sie sind der entscheidende Schutzfaktor für Ihr Unternehmen. Denn wer gut sensibilisiert ist, klickt nicht blindlings auf dubiose Links, sondern erkennt Phishing-Mails oder Social Engineering-Angriffe.
NIS2 schreibt deshalb ausdrücklich „grundlegende Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich der IT‑Sicherheit“ vor. Wichtig ist hier: Der Fokus verschiebt sich von reiner Reaktion auf Vorfälle hin zu proaktiver Prävention.
NIS2-Schulungen für Mitarbeiter sollten vor allem Folgende Inhalte thematisieren:
- Phishing
- Social Engineering
- Schwache oder mehrfach verwendete Passwörter
- Ignorieren von Sicherheitsrichtlinien
- Fehlendes Bewusstsein für Bedrohungen

NIS2 Security Awareness-Pflicht: Wer ist betroffen?
Betroffen sind nicht mehr nur Betreiber kritischer Infrastrukturen. Welche Unternehmen der NIS2-Schulungspflicht für Mitarbeiter unterliegen, richtet sich nach der Branche, in der sie tätig sind und nach ihrer Größe.
Unternehmen aus Sektoren wie Energie, Gesundheit und Finanzwesen, öffentliche Verwaltung, Produktion, Transport, IT‑Dienstleistung, Post‑ und Kurierdienste, Lebensmittelproduktion oder Abfallwirtschaft unterliegen NIS2, wenn sie mindestens 50 Mitarbeitende oder mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz und eine Bilanzsumme von mehr als zehn Millionen Euro haben.
Unternehmen in folgenden Branchen fallen automatisch und unabhängig ihrer Größe unter NIS2:
- KRITIS-Betreiber
- Bestimmte digitale Infrastrukturen
- Anbieter öffentlicher Kommunikationsdienste
- Teile der öffentlichen Verwaltung
Was bedeutet die NIS2 Schulungspflicht konkret?
Gemäß NIS2UmsuCG haben betroffene Unternehmen folgende Pflichten:
- Regelmäßige Awareness-Schulungen für sämtliche Mitarbeitenden
- Spezifische Schulungen für die Geschäftsführung
- Schulungen dokumentieren
- Wirksamkeit regelmäßig prüfen
Die Verantwortung für das Umsetzen der Maßnahmen liegt bei der Unternehmensleitung, die im Falle eines Verstoßes sogar persönlich haftbar sein kann.
Damit keine Bußgelder drohen, müssen Unternehmen NIS2-Schulungen auditkonform nachweisen. Die Schulungen von SECUTAIN genügen den NIS2-Anforderungen, Nachweise liefern wir standardmäßig in ISO-27001-konformen Formaten.
Warum ist die NIS2 Schulungspflicht so wichtig?
Viele erfolgreiche Cyberangriffe beruhen weniger auf Hightech-Malware als auf menschlichem Fehlverhalten. Studien zufolge sind rund 90 % der Sicherheitsvorfälle darauf zurückzuführen.
NIS2-Schulungen für Mitarbeiter adressieren daher konsequent den Faktor Mensch. Sie reduzieren nachweislich Risiken durch:
- Phishing
- Ransomware
- Social Engineering
- Maleware-Downloads
- Fehlbedienung von Systemen
Darüber hinaus stärkt eine nachhaltige Schulung:
- Die Sicherheitskultur
- Die Reaktionsgeschwindigkeit im Notfall
- Die Compliance-Position gegenüber Partnern und Auftraggebern
- Die Haftungssicherheit der Geschäftsführung

IT-Sicherheitspflichten 2026: Was Unternehmen zusätzlich beachten müssen
Neben der Schulungspflicht für Mitarbeiter müssen betroffene Unternehmen weitere NIS2-Mindestmaßnahmen umsetzen:
- Risikomanagement & Sicherheitskonzepte
- Meldepflichten bei Vorfällen innerhalb von 24 Stunden
- Registrierung beim BSI
- Einführung organisatorischer und technischer Sicherheitsmaßnahmen
- Regelmäßige Überprüfung der getroffenen Maßnahmen
Diese Anforderungen gelten ab 2026 verbindlich.
Welche Inhalte gehören in eine NIS2 Schulung für Mitarbeiter?
Awareness-Schulungen sollten folgende Themen abdecken:
- Erkennen von Phishing- und Social‑Engineering‑Angriffen
- Sicherer Umgang mit Passwörtern
- Rollen und Verantwortlichkeiten im Umgang mit IT‑Systemen
- Meldewege für Sicherheitsvorfälle
- Sichere Nutzung von E‑Mail, Cloud‑Diensten und mobilen Geräten
- Datenschutz und Informationssicherheit im Alltag
- Bedeutung von Updates, Patches und Richtlinien
Das alles deckt SECUTAIN Grundschutz ab. Unser compliance-orientiertes Schulungspaket aus E-Learning-Kursen, Phishing-Simulationen und Reporting, erreicht eine breite Grundsensibilisierung der Belegschaft und wird auditgerecht dokumentiert.
Management-Schulungen müssen darüber hinaus eingehen auf:
- Haftung
- Risikomanagement
- Compliance-Pflichten
- Entscheidungsprozesse in der Cybersecurity

Cybersicherheit wird zur Teamsportart
Die Einführung der NIS2-Richtlinie verschiebt die Perspektive: Cybersecurity ist nicht länger Sache der IT, sondern Pflicht aller Mitarbeitenden – vom Praktikanten bis zur Geschäftsführung.
Dabei wird Schulung nicht nur zur gesetzlichen Vorgabe, sondern zu einer wesentlichen Maßnahme, um:
- Angriffsflächen zu reduzieren
- Ausfallzeiten zu vermeiden
- Reputationsschäden zu verhindern
- Vertragsanforderungen von Partnern zu erfüllen
- Lieferkettenrisiken zu minimieren
Damit Mitarbeitende die Schulungen nicht als lästige Pflicht wahrnehmen, bereiten wir bei SECUTAIN alle Inhalte unterhaltsam und praxisnah auf. So steigt die Akzeptanz und Mitarbeitende setzen das Gelernte eher im Alltag ein. Besonders erfolgreich sind dabei unsere Gamification-Lösungen.
Fazit: NIS2 Schulung wird 2026 zum Pflichtprogramm – und zur Chance
Die neue NIS2 Schulungspflicht ist kein bürokratisches Übel, sondern eine klare Antwort auf die steigende Bedrohungslage. Unternehmen, die frühzeitig auf Awareness setzen, profitieren gleich mehrfach:
- Weniger Sicherheitsvorfälle
- Geringere Haftungsrisiken
- Höhere Resilienz
- Mehr Vertrauen bei Kunden und Partnern
- Bessere Compliance-Position
Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt starten lohnt sich – technisch, organisatorisch und kulturell. Dazu beraten wir Sie gerne.



