Ein Praxisbeispiel: Warum Sensibilisierung dringend nötig ist
Stellen Sie sich vor, Mitarbeitende tippen vertrauliche Firmendaten in einen KI-Chatbot – und geben damit ungewollt Geschäftsgeheimnisse preis. Genau so ein Fall sorgte 2023 bei Samsung für Schlagzeilen: Angestellte nutzten ChatGPT für Programmieraufgaben und verrieten dabei internen Quellcode. Das Unternehmen reagierte mit einem Verbot – ein drastischer Schritt.
Abseits von den Fällen, die es in die Presse schaffen, sehen wir derartige Verhaltensweisen aktuell in vielen Unternehmen. KI-Systeme sind einfach zu verführerisch! Daher ist umso wichtiger: Mitarbeiterschulung und Sensibilisierung sind entscheidend, wenn Künstliche Intelligenz (KI) im Arbeitsalltag genutzt wird.
EU AI Act: Schulungspflicht für Anbieter und Nutzer von KI-Systemen
Mit der KI-Verordnung der EU (EU AI Act) ist Mitarbeiterschulung keine Option mehr, sondern Pflicht. Seit Februar 2025 gilt:
- Anbieter von KI-Systemen (z. B. Entwickler, Hersteller)
- Betreiber bzw. Nutzer von KI-Systemen (alle Unternehmen, die KI einsetzen, etwa Chatbots, HR-Tools oder Analyse-Software)
müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden über ein angemessenes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Damit betrifft die Verordnung praktisch jedes Unternehmen, das KI nutzt – unabhängig von Größe oder Branche.
Mitarbeiterschulung: Grundsensibilisierung plus zielgruppenorientierte Vertiefung
Die Verordnung schreibt keine festen Formate vor. Unternehmen können daher ein flexibles Konzept entwickeln. Bewährt hat sich ein zweistufiger Ansatz:
1. Grundsensibilisierung für alle
Über einheitliche E-Learnings lassen sich Basisfragen effizient klären:
- Was ist ein KI-System?
- Welche Risiken bestehen beim Einsatz von Chatbots?
- Welche Daten darf ich eingeben – und welche nicht?
So wird eine solide Wissensbasis für die gesamte Belegschaft geschaffen. Unser E-Learning-Kurs “KI Grundlagen”, der auch in der E-Learning-Flatrate enthalten ist, kann dies erreichen.
2. Zielgruppenorientierte Vertiefungen
Aufbauend darauf folgen Webinare, Workshops oder Präsenztrainings, die sich an konkrete Rollen und Risiken orientieren:
- HR-Abteilungen Informationen zu Bias und Diskriminierung,
- Führungskräfte Einblicke in rechtliche und Compliance-Aspekte,
- Bereiche, die mit Vertragsangelenheiten betraut sind, erhalten Hinweise, wie die KI sie unter sicheren Rahmenbedingungen unterstützt,
- etc.
Die Tiefe der Schulung richtet sich nach der individuellen Risikobewertung.
Risiken bei fehlender Sensibilisierung
Wer die Schulungspflicht ignoriert, setzt sich rechtlichen, finanziellen und reputativen Risiken aus.
- Kommt es durch unsachgemäße KI-Nutzung zu Schäden, droht Haftung wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht.
- Bußgelder drohen.
- Imageverluste sind wahrscheinlich, wenn fahrlässiger Umgang mit KI öffentlich wird.
Die Erfahrung zeigt: Fehler entstehen meist aus Unwissenheit, nicht aus böser Absicht. Umso wichtiger ist eine kontinuierliche Sensibilisierung.
Fazit: Compliance sichern, Resilienz stärken
Die KI-Verordnung (EU AI Act) macht klar: Mitarbeiterschulung und Sensibilisierung im Umgang mit KI sind Pflicht.
Unternehmen, die frühzeitig handeln, profitieren dreifach:
- Sie stellen Compliance sicher,
- und sie stärken ihre Resilienz gegenüber Risiken der Künstlichen Intelligenz,
- sie steigern ihre Effizienz durch den sicheren Einsatz von KI.
Mit unserer E-Learning-Flatrate für die Grundsensibilisierung und zielgruppenspezifischen Vertiefungen über Webinare oder Präsenzschulungen lassen sich die Anforderungen effizient erfüllen. Gerade in diesen Formaten werden wir Ihre Mitarbeitenden interessieren und für das Thema faszinieren. So wird aus einer gesetzlichen Pflicht eine Chance: ein Vorsprung im sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.